Methodik: So identifizieren wir Peppol Access-Point-Anbieter
1. SML-DNS-Abfrage (für jeden Teilnehmer)
Für jeden Teilnehmer in unserem Datensatz fragen wir den offiziellen Peppol Service Metadata Locator (SML) ab, den zentralen DNS-basierten Discovery-Dienst des Peppol-Netzwerks. Wir berechnen den SML-Hostnamen des Teilnehmers anhand eines Base32-codierten SHA-256-Hashes der Teilnehmerkennung und fragen anschließend dessen U-NAPTR-Eintrag ab, der auf den für diesen Teilnehmer registrierten SMP verweist. Dabei handelt es sich um denselben Discovery-Mechanismus, den sendende Access Points verwenden, um die Service-Metadaten eines Empfängers zu ermitteln.
2. Access-Point-Zertifikat (gemeinsam genutzte / nationale SMPs)
Das aussagekräftigste Signal zur Identifizierung des Anbieters des empfangenden Access Points ist dessen Peppol-Zertifikat. Bei Teilnehmern auf gemeinsam genutzten oder mandantenfähigen SMP-Plattformen rufen wir die SMP-Metadaten über HTTPS ab und lesen den AS4-Endpunkt sowie dessen Zertifikat aus. Das Zertifikat identifiziert den Service Provider anhand seiner Peppol Seat ID und des Organisationsnamens. Diese Information hat Vorrang vor dem SMP-Hostnamen. Ein Anbieter, der die SMP-Infrastruktur eines anderen Unternehmens nutzt, wird daher dem im Access-Point-Zertifikat ausgewiesenen Anbieter und nicht dem Betreiber der Plattform zugeordnet.
3. Klassifizierung und Caching
Wir verwenden die Peppol Seat ID als primäre Identität des Service Providers. Jede Seat ID und jeder Organisationsname aus dem Zertifikat wird dem Unternehmensnamen des Anbieters zugeordnet; noch nicht bekannte Anbieter behalten zunächst einen automatisch abgeleiteten Namen. Neue Anbieter werden automatisch erkannt und ihre Namen anschließend geprüft, sodass die Klassifizierung auch bei wachsendem Netzwerk präzise bleibt.
Einschränkungen
- Teilnehmer werden ihrem empfangenden Access-Point-Anbieter zugeordnet, auf gemeinsam genutzten Plattformen anhand des Access-Point-Zertifikats oder, sofern sinnvoll, anhand eines dedizierten SMP-Hosts. Sie werden nicht einer Plattform zugerechnet, die lediglich die zugrunde liegende Infrastruktur bereitstellt. Eine kleine Zahl von Access Points veröffentlicht ein nicht standardkonformes oder nicht lesbares Zertifikat; in diesen Fällen bleibt ein automatisch abgeleiteter Name bestehen, bis der Anbieter eindeutig ermittelt werden kann.
- Berücksichtigt werden nur Teilnehmer, die im öffentlichen Peppol Directory veröffentlicht sind. Ein Eintrag im Directory ist nicht verpflichtend, sodass das tatsächliche Peppol-Netzwerk - und auch die Zahl der von einzelnen Anbietern betreuten Teilnehmer - größer sein kann als dargestellt.
- Teilnehmer, die über das Peppol SML nicht mehr aufgelöst werden können, werden bei der Anbieterzuordnung nicht berücksichtigt.
- Für Zeiträume vor August 2026 werden historische Werte anhand der Registrierungsdaten der Teilnehmer und ihrer aktuell identifizierten Anbieter rekonstruiert. Wechsel zwischen Anbietern können diese historischen Schätzungen daher beeinflussen. Ab August 2026 bewahren gespeicherte Snapshots die zum jeweiligen Zeitpunkt beobachtete Anbieterzuordnung.
- Werte vor August 2026 werden aus dem heutigen Zustand des Netzwerks geschätzt und können frühere Zeiträume unterschätzen, da Teilnehmer, die das Netzwerk inzwischen verlassen haben, heute nicht mehr beobachtbar sind. Ab August 2026 werden regelmäßig gemessene Snapshots gespeichert, sodass der Verlauf ab diesem Zeitpunkt den jeweils tatsächlich beobachteten Zustand des Netzwerks widerspiegelt.
- Alle Daten stammen aus der öffentlichen Peppol-Infrastruktur, einschließlich SML-DNS-Einträgen und SMP-Endpunkten. Es werden keine privaten oder kommerziellen Datenquellen verwendet.
← Peppol Access Point Marktanteile · Aktualisiert: 2026-08-25